Start der „Woche der Goldhandys“

Posted by on 16 Aug 2017 | Tagged as: Termine, Veranstaltungen

Druckaktion_saubere_handys_by_peter_weidemann_pfarrbriefserviceDas katholische Missionswerk „missio“ startet vom 01. – 07. September 2017 eine „Woche der Goldhandys“, an der der Weltladen La Bohnita sich beteiligt.
Die Woche möchte darauf aufmerksam machen, dass Handys (und auch andere elektronische Geräte) aus Fair-Handelssicht nicht unbedenklich sind, denn in ihnen werden (Edel)Metalle verbaut, die aus Erzen gewonnen werden; bei der Förderung dieser Rohstoffe gibt es große soziale und ökologische Probleme. Das benötigte Gold wird z.B. unter massivem Einsatz hochgiftiger Chemikalien (Zyanid/Quecksilber) gefördert, denen die Bergwerksarbeiter häufig ungeschützt ausgesetzt sind und die Berge von vergiftetem Gestein und verseuchtes Wasser zurücklassen. Ebenso wird in jedem Mobilfunkgerät Coltan verbaut, das häufig aus Konfliktregionen der Demokratischen Republik Kongo stammt und dessen Erlös zur Finanzierung des dortigen Krieges genutzt wird.
Um weitere Kreise auf diese Fakten aufmerksam zu machen und ihnen entgegenzuwirken, hat das katholische Hilfswerk „missio“ nun unter dem Motto „Kein Blut für unsere Handys“ vom 1.-7.9.2017 (parallel zur Internationalen Funktausstellung in Berlin) eine „Woche der Goldhandys“ ausgerufen.
Im Weltladen La Bohnita finden Sie eine „Aktionsbox“, in der wir ab sofort gebrauchte Handys sammeln und diese einem Recycling-Verfahren zuführen werden. Denn die erwähnten Rohstoffe lassen sich sehr gut aus alten Handys recyceln – z.B. lässt sich aus nur 41 alten Handys etwa die gleiche Menge Gold fördern wie aus einer ganzen Tonne Gold-Erz (wobei ja ca. eine Tonne verseuchtes Material zurückblieben)!
Für jedes gespendete Alt-Handy erhält missio einen Anteil des Erlöses für die „Aktion Schutzengel“, die Familien in Not unterstützt.
Zusätzlich gibt es noch eine Unterschriftenaktion für „saubere Handys“, mit der führende Handyhersteller aufgefordert werden sicherzustellen, dass ihre Handys kein Coltan aus Konfliktregionen der Demokratischen Republik Kongo verwenden, mit dem der Krieg finanziert wird.
Wer sich weiter informieren möchte, kann das auf der missio-Homepage tun:
Auch das Hilfswerk „Misereor“ hat hierzu Informationen zusammengestellt:
(Auf beiden Seiten kann man auch kleine Filme und Bilder finden…)